Abschlussbericht der Durchquerung der Atacama Wüste


Die dritte Tour der “FÜNF TOUREN“ die Durchquerung der Atacama Wüste wurde erfolgreich absolviert. Wie erwartet haben hier die  klimatischen Bedinungen den Verlauf der Tour bestimmt. Ich reiste am 28.01.2015 nach Arica um mich vor Ort zu akklimatisieren und um den letzten Schliff für die Tour zu erlangen.  Auch wurden noch organisatorische Erledigungen vor Ort gemacht. Das Training rund um Arica war alle Tage ein Kampf mit den wild streunenden Hunden. Fast täglich jagte mir eine Meute hinterher, doch ich war auch jedes Mal schneller, oder ein Auto kam mir zu Hilfe.  Das Hotel Samaña erwies sich als Goldrichtig. Neben der Barrierefreiheit war auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft mehr als erwähnenswert. Die Besitzer des Hotels die Familie  Acevedo weihten uns in Aymarischen (den Vorfahren der Inkas) Ritualen ein. Diese ganze Prozedur lies mich noch mehr eins mit der Atacama Wüste werden. Tagtäglich verband ich mich mit der Wüste gedanklich um das richtige Gefühl für die Tour zu bekommen. Stefan und Florian reisten etwas früher an, am 15.03.2015  war die Crew mit Lukas (welcher Teamleiter war) Andre und Helmut komplett. Letzte Vorbereitungen wurden von der Crew getätigt, die Autos wurden adaptiert, Einkäufe wurden gemacht, alles war bereit für den Start der Tour. Am 20.03.2015 war es dann soweit. Am Morrow dem Fels von Arica wurde der Start zelebriert. Neben Aymaratänzen und hochrangigen Politikern wurde ich verabschiedet, sozusagen in die Wüste geschickt. Anfangs begleitete mich  das Militär auf Fahrrädern, welche sich nach ca. 50 Kilometern ausklinkten. Die ersten 200 Kilometer erwiesen sich als sehr brutal, ein Auf und Ab mit viel Wind und Sandverwehungen. Rund um Pozo Almonte machte ich die erste Pause für Kleidungswechsel und Toilette. Nun kam erstmals das tragbare WC zum Gebrauch, was auch mein Gewicht standhielt. Warm angezogen gings in die erste Nacht, es kühlte auf ca. 5 Grad Plus ab, da mein Körper von der Tageshitze voll aufgeladen war, kam mir diese Temperatur entgegen. In den Morgenstunden plagte mich zusehends der Schlaf, immer wieder gelang ich auf die linke Fahrbahnhälfte was nicht ungefährlich war. Wir liesen in der Nacht Iquique hinter uns und befanden uns nach 24 Stunden bei Kilometer 425 mit ca. 3000 Höhenmetern, was exakt nach Plan war. Am zweiten Tag brannte die Sonne schon am Morgen gnadenlos auf uns runter. Es sollte ein heißer Tag werden, zwischen 40 und 45 Grad oder auch mehr in Asphaltnähe musste ich nun neben der körperlichen Belastung standhalten. Hier war auch die Crew mehr als gefragt. Sie kühlten mich während der Fahrt mit Wasserduschen ab, immer wieder wurde der Sonnenschutz erneuert und trinken, trinken und nochmals trinken war angesagt. Es war ein Leiden auf hohem Niveau, ein Kurbeln in der Saune wo es nur ein Ziel gab, das Ziel Copiapo. Als es Abend wurde befanden wir uns in Antofagasta, wir fuhren dort erstmals mit der Erlaubnis der Polizei auf die Autobahn. Die zweite Nacht setze ein, wie die Sonne unterging, kühlte es diese Nacht auf ca. 2 Grad Plus ab. Diese Nacht war mir schon richtig kalt, Erschöpfung und Müdigkeit machten sich spürbar. Nun ist dieses besagte Teilstück an der Reihe, wo es über 400 Kilometer nur Outback gibt, also neben Landschaft nur Landschaft, keine Spur von Zivilisation. Als es den Morgen zuging fing ich erstmals an zu Halluzinieren. Plötzlich glaubte ich, ich befinde ich in einem Skigebiet mit einigen Almhütten und Skiliften. Ich erzählte es meiner Crew, die meinen schwierigen Zustand sofort erkannte. Auch kam ich immer wieder auf die linke Seite, dem sie durch lautes Hupen und Mikrofondurchsagen entgegensteuerten. Sowie die Sonne aufging, es hell wurde, war ich wieder voll im Bilde. Nun nach 48 Stunden hatten wir 800 Kilometer mit ca. 6500 Höhenmetern hinter uns. Wir lagen etwas im Zeitplan hinten, doch es hielt sich in Grenzen, diesen Zeitplan erstellte ich mir selber um selbst einen Druck zu erzeugen. Auch der dritte Tag fing an mit extrem heißen Temperaturen, ich kam mir vor wie auf einem Grill. Luki oder Andre begleiteten mich bei Anstiegen immer wieder im Laufschritt, was mich sehr motivierte. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen sowie Handgelenkschmerzen waren nun auch ein ständiger Begleiter. Die Sonne mit Ihrer Kraft brannte erbarmungslos auf meinen Körper, der zusehends litt. Gegen Abend erreichten wir die 1000 Kilometermarke was ein Hochgefühl in meinen Körper auslöste. Die Crew überraschte mich mit coolen Verkehrsschildern und Zeichnungen. Jubel kam bei uns auf, wir sind dem Ziel schon nahe gekommen, diese dritte Nacht schaffen wir auch mit links, war unser gemeinsamer Tenor. Nach dem Kleidungswechsel und der Nahrungsaufnahme sollte es jedoch ganz anders kommen. Als ich im Bike saß, stellte ich mich auf die linke Straßenseite und wartete auf die Abfahrt. Laut schreiend zitierte mich die Crew auf die richtige rechte Seite. Ab diesen Zeitpunkt erkannte ich nicht mehr Links oder Rechts. Nach einem langen Anstieg, als es wieder bergab ging suchte ich zwischen Häuserschluchten verzweifelt die richtige Ausfahrt eines Kreisverkehrs, wo es aber nichts gab außer der langen Geraden der Route Five. Ich ärgerte mich, das nur ich Radfahren musste und fragte Stefan ob wir irgendwo drinnen sind oder draußen im Freien. Ich war völlig von der Rolle, unser Ziel war in mir immer präsent, doch meine Aufgabe für das Erreichen des Zieles erkannte ich nicht mehr. Da die Situation des Linksfahrens immer gefährlicher wurde, musste die Crew handeln. Sie holten mich nach gemeinsamer Absprache vom Bike, legten mich ins Auto, wo ich sofort schlafen konnte. Nach einer guten halben Stunde Tiefschlaf, erholte sich mein Geist dermaßen gut, das ich wieder klar bei Sinnen war, meine Aufgabe erkannte und die Tour fortführen konnte. Diese Handlung von meiner Crew rettete die Durchquerung der Wüste vor einem Scheitern. Der Kopf, der eigene richtige Gedanke entscheidet von Sieg oder Niederlage. Zielstrebig setzte ich die Fahrt mit klarem Kopf fort. Nach dem dritten Tag hatten wir 1100 Kilometer mit ca. 10 000 Höhenmetern. Chanaral wurde erreicht, ab hier gab es wieder Zivilisation, die Strecke bis Caldera war extrem schwer zu fahren. Teilweiße einspurig auf einer Schotterpiste, wurde Mensch und Maschine nochmals auf das härteste geprüft. Ab Caldera ging es die letzten 80 Kilometer auf einer Autobahn in den Endspurt. Vor der Stadteinfahrt von Copiapo empfing uns die Polizei. Sie eskortierte uns ins Zentrum, wo hohe Offizielle von Copiapo und verschiedene Medien  uns einen tollen Empfang bereiteten. Es ist vollbracht, die Atacama Wüste mit  1274 Kilometer 10700 Höhenmetern wurde in 79 Stunden durchquert. Extreme Hitze, Sandstürme, Halluzinationen und  teilweiße extrem schlechte Straßen stellten sich in den Weg. Meine perfekt handelnde Crew navigierte mich erfolgreich ins Ziel, gemeinsam haben wir es geschafft!!!

Die Atacama Wüste, voll von Extremen, mit dem Bike zu durchqueren, galt bis dato für Radfahrer als extrem schwer, für Handbiker als unmöglich. Durch unsere erfolgreiche Durchquerung sind wir unseren Slogan treu geblieben: ALLES IST MÖGLICH, MAN MUSS ES NUR TUN. Scheinbar unmögliche Ziele möglich machen, dabei andere Menschen inspirieren sich Ziele zu setzten, das ist mein innerer Antrieb. Hat man ein Ziel, dann hat man eine Aufgabe, diese Aufgaben bilden den Pfad des Lebens.

Bei meiner kompletten Crew, meinen Sponsoren und Gönnern, sowie meinem kompletten Trainerstab vom Olympiastützpunkt Rif, möchte ich mich herzlichst bedanken. Sie ermöglichen es mir diese scheinbar unmöglichen Ziele zu verwirklichen.

Manfred Putz

Die Durchquerung der Atacama Wüste ist geschaftt. In 79 Stunden wurden 1274 Kilometer mit 10 000 Höhenmetern bewältigt. Der Abschlussbericht folgt in kürze.

Die Vorbereitungen für das Projekt "Durchquerung der Atacamawüste" gehen in die Endphase. Seit letzter Woche befinde ich mich in Arica (Chile), den Ausgangspunkt der Tour. Letzte Vorbereitungen werden noch von meiner sechsköpfingen Crew zuhause erledigt. Fünf Crew Mitglieder reisen am 15.08.2015 an um hier vor Ort für den Start am 20.03.2015 alles bereit zu machen. Ich selbst konzentriere mich jetzt voll auf das Training. Die Klimatischen Bedinungen sowie die Rennhärte hole ich mir hier, mit zwei intensiven Traininsblöcken. Mein Blick ist in die Atacama Wüste fokkusiert, um allen körperlichen sowie mentalen Herausforderungen gewappnet zu sein. Die 1274 Kilometer mit ca. 10 000 Höhenmeter und ihren brutalen klimatischen Bedinungen verzeihen keinen Fehler. Das ganze Projekt ist bestens aufgestellt, die Crew ist Top motiviert, ich selbst kann es kaum erwarten, ja wir stellen uns der extremen Herausforderung. 

Die Durchquerung der ATACAMA-WÜSTE, das dritte Projekt der "FÜNF TOUREN" ist auf Schiene.

Rechtlich wurde alles mit der Chilenischen Botschaft abgeklärt, organisatorisch ist alles in Arbeit und körperlich bin ich wieder auf dem richtigen Weg. Die Route Five zählt zu den 10 gefährlichsten Strassen der Welt, was es um den Kick spannender macht. Eine exakte Route wird demnächst bekanntgegeben.

Die Alpenüberquerung mit den Höhen und Tiefen ist online!

                            ABSCHLUSSBERICHT VON DER ALPENÜBERQUERUNG

 

Die Alpenüberquerung: Salzburg-Davos-Nizza war die erwartete harte zweite Tour der „FÜNF TOUREN“. Am 27.08.2014 gings gemeinsam mit der Crew nach Salzburg zum Olympiatützpunkt Rif, wo die letzten Vorbereitungen für die Tour gemacht wurden. Judith Haudum meine Ernährungsberaterin gab der Crew letzte Anweisungen zwecks Nahrungsaufnhame und Geri Bauer gab mir die letzten Tipps in sportlicher Hinsicht. Tags darauf am 28.08.2014 um 09.00 Uhr gings dann gemeinsam mit Geri Bauer und Walter Pfaller vom Olympiastützpunkt Rif los. Hunderte Jugendliche, Sportler und auch Medienvertreter, was mich sehr beeindruckte, schickten mich auf die Reise über die Alpen nach Nizza. Nach ca. 30 Kilometer klinkten sich Walter und Geri aus, somit war ich nun mit meiner Crew alleine unterwegs. Alles lief perfekt, Bad Reichenhall, St Johann in Tirol, Wörgl wurden schnell hinter sich gelassen, in Innsbruck bei Kilometer 160 legten wir die erste kurze Pause zwecks Toilette und Kleidungswechsel ein. Eine Stunde später gings erfrischt weiter, Landeck erreichten wir um 19.00 Uhr, wo nun schön langsam auch das Hochgebirge begann und es zugleich in die erste Nacht ging. Deutschland und Österreich ließen wir hinter uns, weiter führte uns der Weg in die Schweiz, wo der Flüelapass auf 2500 Metern Seehöhe auf mich wartete. Auch diese erste große Hürde meisterten mir optimal und waren um ca. 05.00 Uhr morgens in Chur. Allerdings ließen die ersten 400 Kilometer mit ca. 6 000 Höhenmetern schon Spuren bei mir. Schulterschmerzen an beiden Seiten plagten mich, was aber ganz natürlich ist nach solchen Anstiegen. In Chur wartete Walter Eberle auf mich, was mich sehr freute. Er gab mir Motivation, fuhr vorne weg und ließ meine Schmerzen erträglicher werden. In Flims angelangt hatte ich mittlerweile solche Schmerzen, dass wir hier einen Arzt aufsuchen mussten. Meine Idee war Cortison in die Schultern spritzen zu lassen, um schmerzfrei zu sein. Doch nach einem langen Gespräch mit dem Arzt, verneinte dieser das und begründete es mit der Dopingproblematik. Zu dieser Zeit glaube ich es einen Moment lang nicht zu schaffen. Mir ging soviel durch den Kopf, auch, ob das nun das Ende der 2.Tour wäre? Es durfte nicht sein, es musste einen Weg geben, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Nach gut einer Stunde verließen wir deprimiert die Arztpraxis, in dem Glauben nun so lange zu fahren bis mein Körper völlig streikt. Doch in dieser Ruhepause hatte sich mein Körper einigermaßen erholt. Gemeinsam ging es mit Walter weiter auf den Oberalppass, die zweite hohe Passüberquerung der Tour. Walter war mir in dieser Zeit widerum eine große Hilfe. Durch seine Begleitung war es für mich eine Pflicht weiterzufahren. Am Pass angelangt verabschiedete er sich von uns.

Weiter ging es nach Andermatt, wo Christian eine Masseurin mit Wunderhänden ausfindig machte. Monika massierte mich gleich im Wohnmobil an den schmerzhaften Stellen. Mit frischen Kräften nahm ich den Furkapass mit 2500 Metern Seehöhe in Angriff, dem zweiten (dritte) Dach der Tour. Hier begleitete mich Christian, mein Navigator am Bike. Bisher war das Wetter uns hold, doch nun begann es auch noch zu regnen, die Abfahrt nach Oberwald wurde im nächtlichen Starkregen zu einem Lotteriespiel. Christian navigierte mich sicher runter, es fühlte sich trotzdem wie ein Blindflug ins Tal an. Dort angekommen, völlig durchgefroren und durchnässt, ging ich ins Wohnmobil um erstmals eine kurze Schlafpause von 50 Minuten einzulegen. In dieser Pause erholte sich mein Körper wieder einigermaßen.

Anschließend fuhr ich weiter nach Brig-Sion-Martigny, wo die nächste Pause zwecks Toilette und Umziehen anstand. Die körperlichen Schmerzen wurden nun mehr und mehr, sie strahlten auf den Rücken und auch auf die Oberarme aus. In jeder Pause erholte sich mein Zustand und gab mir so den Mut weiterzufahren. Meine ganze Crew hat mich bis jetzt optimalst betreut, nur durch diese perfekte Arbeit schaffte ich es bis hierher. Nachdem wir die Schweiz hinter uns gelassen hatten und ging es nach Chamonix in Frankreich. Diese Auffahrt war wieder einmal eine Härteprüfung, es dauert ewig bis man die Passüberquerung bei Chamonix erreicht hatte. Einzig die wunderbare Aussicht auf das Mont Blanc Gebirge gab mir Kraft und Energie diesen nicht enden wollenden Anstieg zu meistern. Die Abfahrt von Chamonix nach Servoz war richtig abenteuerlich, da sie auf einer vier Kilometer langen Baustelle mit ca.12% Gefälle führte. Hier navigierte mich Christian wiederum am Bike, um sicher ins richtige Tal zu gelangen. Unten angekommen, ging es weiter zu den nächsten Anstieg nach Megeve. Immer wieder blickte ich auf das Mont Blanc Massiv um Energie für den Endspurt zu tanken. Die Schmerzen in den Händen bzw. am ganzen Oberkörper waren schwer zu ertragen. Jede Unebenheit an der Straße, jede Tempoveränderung war wie Feuer in meinem Körper. Einzig der Wille es zu schaffen und meine Crew trieb mich voran, um das Ziel zu erreichen. In Albertville angekommen, machten wir einen Halt um wieder einmal einen Kleidungswechsel und einen Toilettengang vorzunehmen. Die Stimmung in der Crew und auch bei mir war positiv, lagen die Hammerberge nun doch hinter uns. Nach erledigter Arbeit ging es weiter in Richtung Grenoble. Kurz vor Grenoble in der dritten Nacht, machten wir eine einstündige Schlafpause um für die letzten 350 Kilometer, die aber immer noch knapp 4 000 Höhenmeter beinhalteten, fit zu sein. In dieser Nacht begleitete mich Stefan am Bike, was wiederum Motivation für mich war. Mein Körper erholte sich zwar einigermaßen nach der Schlafpause, doch die Schmerzen waren spätestens nach dem nächsten Pass wieder mehr denn je spürbar. In meinem Geist sah ich nur das Ziel, wollte keine Sekunde mehr verlieren, um so schnell wie möglich aus dem Bike zu kommen. Teilweise fuhr ich an geplanten Stop‘s zur Nahrungsaufnahme vorbei, da mir das Bremsen bzw. die Anfahrt danach zu schmerzhaft war. Unendlich kam mir nun diese Fahrt in Richtung Vergons zum letzten hohen Pass dieser Tour vor. Eine unbändige innere Kraft, sowie der eiserne Wille es zu schaffen, ohne Rücksicht auf mich selbst, trieb mich voran, um auch diese Hürde zu meistern.

Die letzten 100 Kilometer nach Nizza waren noch geprägt von starken Gegenwind, was mir aber nichts mehr anhaben konnte. Fast wie in Trance fuhr ich die Straße in Richtung Nizza, völlig gleichgültig war mir der Verkehr, die Schmerzen und auch die Umgebung. Es war ein Zustand von Leichtsinnigkeit gepaart mit Gleichgültigkeit, was schon sehr gefährlich war. Die letzten 30 Kilometer begleitete und navigierte mich noch einmal Christian. Mitten in Nizza fragte ich Christian öfters, ob wir nun in Nizza sind. Als er jedesmal Ja sagte, stoppte ich und stellte meinen inneren Motor ab. Als mein Geist merkte, dass das Ziel erreicht war, wurde die Quälerei unerträglich. Es war geschafft, das Ziel den Alpenhauptkamm nonstop mit dem Handbike, sozusagen mit reiner Handkraft zu überqueren, wurde erreicht.

Schon nach 300 Kilometern schien das Projekt zu scheitern, doch mein unbändiger Wille es zu schaffen, trieb mich voran. Den Arzt von Flims möchte ich herzlichst danken, dass er mir diese Cortisonspritzen verweigert hat. Dadurch konnte ich mir und allen anderen zeigen, was alles möglich ist, wenn man an sich glaubt. Genau hier kommt mein Slogan „Alles ist möglich, man muss es nur tun“ zu tragen. Willenskraft, der Glaube an sich selbst und der nötige Einsatz dazu können so viel bewegen. Sie sind die Bausteine eines erfolgreichen zukunftsorientierten Lebens.

Meiner ganzen Crew, meinen Sponsoren, sowie meinem kompletten Trainerstab vom Olympiastützpunkt Rif, möchte ich herzlichst danken. Sie ermöglichen es mir diese scheinbar unmöglichen Ziele zu verwirklichen.

Im Miteinander schafft man Ziele, die alleine unerreichbar sind.

Manfred Putz

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen! Jetzt geht es los!

Hier könnt Ihr die Fahrt live verfolgen ....Livestream...

Diese Tage erstellten wir das Routebook der Alpenüberquerung: Salzburg-Davos-Nizza. Landschaftlich kann ich Euch sagen, es ist gigantisch, man ist zwar in Europa und doch sieht man eine ganz andere Welt, einfach faszinierend. Sportlich gesehen ist es mehr als heftig, eine Herausforderung welche neue Dimensionen annimmt. 1164 Kilometer mit ca. 20 000 Höhenmetern gilt es als Solist in ca. 60 Stunden zu bewältigen. Die Vorbereitungen der zweiten Tour von den "FÜNF TOUREN" sind voll angelaufen.

"Die Tour" geht weiter, es entsteht was neues, aus der Weltrekordfahrt letztes Jahr enstand das Projekt der " FÜNF TOUREN". Eine Vision ist es von mir, diese 1000 Kilometermarke mit völlig verschiedenen Herausforderungen zu knacken. Dieses Jahr sind es die Höhenmeter, "Die Tour" führt mich ins Gebirge. in die Alpen. Die Tour startet am 28.08.2014 in Salzburg, sie führt mich nonstop über Innsbruck-Davos-Charmonix-Grenoble zum Ziel nach Nizza. Mit 1164 Kilometern und ca. 20 000 Höhenmetern fahren wir den ganzen Alpenhauptkamm entlang. Die Planung für dieses neue Projekt beginnt bereit und nimmt Konturen an.

Das Video zu " Die Tour " ist online !!!

Manfred Putz fährt 1000 km in 42 h !!!

Unter den Motto " ALLES IST MÖGLICH, MAN MUSS ES NUR TUN" starteten Michael Biermann gemeinsam mit mir das Projekt " DIE TOUR 1000 KILOMETER NONSTOP MIT DEM HANDBIKE". Der erste Versuch wurde ja wie bekannt von einem übereifrigen Polizisten gestoppt. Wie hielten an unserem Projekt fest und lassen uns keine Barrieren aufzwingen. So wurde es aus der Durchquerung von Deutschland ein Rundkurs von 100 Kilometer entlang des Neckar. Am Freitag dem 20.09.2013 in Lobbach an der Manfred Sauer Stiftung erfolgte der Start in Richtung Neckargemünd. Der Rundkurs war von Neckargemünd bis nach Neckarzimmern, der nun 10mal zu fahren war. Wettermäßig hatten wir Glück, da sich der Regen verzog und auch die Straßen vom Wind auf trockneten. Die ersten vier Runden liefen wie am Schnürchen, mit einem Schnitt um die 30kmh. Leider hatte ich durch eine Unachtsamkeit von mir vorne eine Reifenpanne, welche von meinem perfekten Team behoben wurde. Olaf Heine begleitete mich eine Runde, was etwas Abwechslung brachte und mich sehr freute. Nach vier Runden bzw. 412 Kilometern machten wir die erste Pause, wo wir bei Ralph Weisang und Melanie Kramer, die nahe an der Rennstrecke wohnen eingeladen waren. Zu dieser Zeit fühlte ich mich noch Top Fit und war guter Dinge. Nach ca. 1 1/2 stunden Pause ging es wieder los auf die Strecke. Ralph begleitete mich nun in der fünften Runde wo mich doch zwischenzeitlich der Schlaf sehr plagte. Immer wieder ertappte ich mich wie ich den Graben an steuerte, doch auf einmal war der Schlaf wie weg und ich konnte auch wieder meine gewohnte Leistung abrufen. Ich war wieder in meinem Rhythmus so spulte die nächsten Runden runter. Tobias Knecht begleitete mich nun in runde Sieben, bevor es nach 712 gefahrenen Kilometer in die zweite Pause ging. Wieder waren wir bei Ralph und Melanie zum Essen eingeladen, wofür ich mich auch hier nochmals herzlichst bedanken möchte. Als ich aus dem Bike steigen wollte wunderte ich mich das ich solche Schmerzen in den Händen und Unterarmen hatte. Bei der Belastung spürte ich nichts davon, doch nun außerhalb vom Bike war jede Bewegung mit Schmerzen verbunden. Nach einem sehr gutem Essen und unbedingt notwendiger  kurzer Regeneration ging es nach 1 1/2 stunden wieder ins Bike um die letzten drei Runden abzuspulen. Torsten Purschke begleitete mich an der achten Runde. Ich hab noch jetzt seine Worte im Ohr: Pass auf, die letzten zwei Runden sind noch Steil und Hart. Ja und so war es auch, in der neunten Runde wurden die Schmerzen in den Unterarmen sowie an den Handgelenken immer mehr und mehr, doch ein Abbrechen war zu keinem Moment ein Thema. Als es nun in die letzte Runde ging, begleiteten mich Frank Wirth und nochmals Tobias Knecht. Die beiden motivierten mich immer wieder Gas zu geben und lenkten mich durch Gespräche von meinen Schmerzen ab, was ihnen auch gelang. Einzig mein Kreislauf spielte nun etwas verrückt. Immer wieder glaubte ich in einem Tunnel zu fahren, da es ja über mir dunkel war. Das es inzwischen Nacht wurde, realisierte ich nicht mehr. Auch konnte ich Tobias der vor mir fuhr nicht mehr richtig erkennen. Es war der Schlafmangel was diese Einbildungen Hervor ruf. Zum Ende hin kamen dann noch Magenprobleme und starke Kopfschmerzen dazu. Kurz gesagt, mein Kreislauf war am auf den letzten 10 Kilometern völlig am Ende. Endlich am Ende der letzten Runde angekommen, war ich doch überglücklich und dankbar an meinem lieben Gott, das alles so gut gelaufen ist. Die Entscheidung mit nur zwei Pausen die 1000 Kilometer zu fahren war gewagt, doch sie war Goldrichtig. Am Ende soll man ja, wie heißt es " Flasche leer" sein. Es ist geschafft, etwas mehr als 1000 Kilometer, in 42 Stunden Nonstop gefahren, ist eine Marke, bedeutet Weltrekord, auf das wir alle stolz sind!!! Ein großes Lob und ein inniges Dankeschön gehört meiner ganzen Crew!!! Michael Biermann gemeinsam mit Rudi Lutzmann waren ein optimales Pacecar Team, welches mich perfekt vom Verkehr abschirmte. Auch haben mich die beiden Radtechnische optimal betreut. Stefan J Pflanzl machte gemeinsam mit Thomas Kerntke eine perfekte PR Arbeit während und auch nach der Tour. Auch die Verpflegung hatten die beiden zu Managen, was auch super funktionierte. Das Ottobock Handbiketeam angeführt von Torsten Purschke begleitete mich einige Kilometer, was Mental eine große Hilfe war. Auch zuletzt an Melanie Kramer und Ralph Weisang nochmals ein herzliches Dankeschön, das wir bei Euch unsere Pausen machen durften und dabei kulinarisch bestens versorgt wurden. Ein altes Sprichwort hat wieder an Bedeutung gewonnen: GEMEINSAM SIND WIR STARK!!! Es wird sicher ein gemeinsames Folgeprojekt geben, wenn die Zeit dazu reif ist, werdet Ihr es als erste erfahren.

Alle Fotos von Stefan J. Pflanzl

Ein Video folgt !!

Wegen widrigen Wetterbedingungen wird der Start auf 10:00 Uhr verschoben!!!

Verfolgt live die Rekordfahrt:

Die letzte Stärkung!!

Die Strecke steht !!!

Nun steht die Strecke von "Die Tour 1000 Kilometer im Handbike" fest. Da es leider unmöglich ist, für die Schleife von Hamburg nach München eine Bewilligung zu bekommen, ist es nun ein Rundkurs von ca.120 Kilometer,welchen ich neun mal fahre um eine Marke über 1000 Kilometern zu setzten. Start (20.09.2013 um 08.00 Uhr) und Zielbereich ist die http://www.manfred-sauer-stiftung.de/ in Lobbach, wo ich mich zugleich bei Herrn Sauer herzlichst bedanke. Am Rundkurs welcher zwischen Kleingemünd und Heilbronn liegt, kann man mich mittels GPS Sender vonhttp://www.xloc.at/ online auf der Homepage und auf Facebook mitverfolgen. Die Spannung sowie die Freude auf die Tour steigt!!!

Am 20.09.2013 startet der 2. Rekordversuch !!

Endlich, der neue Termin für " DIE TOUR 1000 Kilometer im Handbike" steht. Am Freitag den 20.09.2013 geht's los, die exakte Routenführung ist noch in Arbeit, sie folgt demnächst. Aufgaben sind da um sie zu erledigen, Barrieren sind da um sie zu beseitigen. Wir freuen uns auf "DIE TOUR"

Das Video vom Rekordversuch ist online!

Hier der Link zum Video.  Viel Spaß

Polizei stoppt Weltrekordfahrt

Liebe Fans, leider müssen wir euch mitteilen dass die Polizei unsere Weiterfahrt angehalten sowie infolge die Weiterfahrt verboten hat.
Die Begründung: "Man ist lt. Deutschem Verkehrsgesetz dazu verpflichtet den Radweg (wenn vorhanden) zu benutzen."
Leider ist es nicht möglich mit dem Handbike diesen Rekordversuch auf den Radwegen zu fahren. Lt. Telefonauskunft vom Verkehrsamt wäre es erlaubt gewesen.
Die Enttäuschung beim gesamten Team, allen voran Manfred, ist natürlich riesengroß, aber wir arbeiten bereits an einem weiteren Weltrekordversuch und halten euch auf dem Laufenden.
Alles Liebe,
Manfred, Judith, Michael, Gunter
Holger und Stefan

 

...sogar Bild.de schreibt darüber

Die "Tour" läuft!

Freitag, 21.06.2013 10.30 Uhr:

Das Unternehmen ist pünktlich um 8 Uhr gestartet. Nach der Durchquerung von Hamburg im Berufsverkehr befindet sich der Tross jetzt nach 35 km Richtung Tostedt.

Freitag, 21.06.2013 13.10 Uhr:

Seit Hamburg läuft alles wie geschmiert. In ca. 5 km wird Manni Verden an der Aller durchfahren und hat bereits 100 km gekurbelt. Dann geht es weiter Richtung Osnabrück.

Freitag, 21.06.2013 13.20 Uhr:

Das Unternehmen wird von der Polizei angehalten und es wird amtlicherseits überprüft, ob man für so etwas nicht eine Genehmigung braucht, die man aber eh nicht erhalten würde.

Freitag, 21.06.2013 14.00 Uhr:

Die Rekordfahrt ist amtlicherseits von der Polizei beendet worde. Für solche Aktionen braucht man eine Genehmigung, die man zwar bekommt, aber die Auflagen wären nicht zu erfüllen. Toll! Inklusion live.

"Die Tour" startet in zwei Tagen

 

Die Vorbereitungen laufen perfekt. Unterstützt Manfred und postet eine Motivationsnachricht, diese wird dann an Manfred weitergeleitet und per Lautsprecher vorgelesen. Auf der Webseite „1000 km im Handbike“und bei Facebook auf „Die Tour 1000 km im Handbike“ könnt Ihr Eure Nachrichten schreiben.


Grenzerfahrung im Handbike

 

Quer durch Deutschland: Manfred Putz will die 1000-Kilometer-Marke knacken

 

Rollstuhlfahrer und Extremsportler, Manfred Putz ist beides und plant einen Weltrekordversuch: Vom 21. bis 23. Juni 2013 will er mit seinem Handbike nonstop Tag und Nacht mit maximal einstündigen Verpflegungspausen 1.000 Kilometer von Hamburg nach München fahren. Start und Ziel sind jeweils die Niederlassungen von BMW, Förderer dieses Projekts. Unterstützt wird er bei den Vorbereitungen und unterwegs von Mitgliedern seiner Mannschaft, dem Ottobock Handbike Team.

Geschätzte 50 Stunden Handbiken ohne zu schlafen - macht man das wirklich nur, um die bisherige 700-Kilometer-Bestmarke von Lars Hoffmann zu übertreffen? „Ein Grund ist sicher, eine neue Bestmarke aufzustellen, die zum Staunen bringt und schwer zu übertreffen ist“, antwortet Manfred Putz. Mit Behindertensport im Extrembereich wolle er „ vielen Menschen zeigen, was alles möglich ist, wenn man sich selber keine Barrieren stellt.“ Und dann kommt noch etwas hinzu: „Wenn ich im Handbike sitze, vergesse ich meine Schmerzen, ich tauche in eine andere Welt ein, eine Welt voller Freiheit und Genuss und Leidenschaft!“

Querschnittsgelähmt ist Manfred Putz seit einem Verkehrsunfall 1996. Als Leistungssportler hat der 43-Jährige seitdem viel erreicht. Im Einzelzeitfahren wurde er 2006 Europa- und 2007 Weltmeister. Dem Weltcupgesamtsieg folgte bei den Paralympics in Peking 2008 ein vierter Platz. Über all die Jahre sammelte er 15 Titel als Österreichischer Staatsmeister.

Insofern scheint die Hoffnung auf einen erneuten Erfolg nicht ganz unberechtigt. Aber diese Wettkämpfe sind etwas ganz anderes als sein neues Projekt, das eine extreme Auseinandersetzung mit sich selbst ist. Die 1.000 Kilometer wollen gut vorbereitet sein. Bei einem achtwöchigen Trainingslager in Südafrika legte Manfred Putz im vergangenen Winter 5.000 Kilometer zurück. Wöchentlich fährt er jede Woche 20 Stunden Handbike. Die Trainings- und nicht minder wichtigen Ernährungspläne entstehen in Zusammenarbeit mit seinem Coach Geri Bauer am Olympiastützpunkt Salzburg-Rif.

Das Organisatorische vor und während der 1.000 Kilometer liegt in Händen von Michael Biermann, Mannschaftskamerad von Manfred Putz im Ottobock Handbike-Team: „Ich bin total gespannt, wie er diese Tortur angeht. Aber es ist toll, dass er sich solche Ziele steckt und dass eine Marke wie BMW uns auch bei diesem Abenteuer unterstützt.“

Es geht um Selbsterfahrung im Grenzbereich. Daneben aber auch um eine Botschaft, die öffentliches Bewusstsein für die Leistungsfähigkeit von Sportlern mit Behinderung schaffen soll. Das Team denkt auch an die Menschen, für die Sport trotz oder gerade wegen ihres Handicaps die Lebensqualität erhöhen könnte. „Es müssen ja nicht gleich 1.000 Kilometer sein“, sagt Michael Biermann. „Auch die ersten zehn vergisst man nie mehr.“

Auch dafür soll die Aktion Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit wecken. Das Ottobock Team ist aus diesem Grund immer wieder bei der Handbike-Woche der Manfred-Sauer-Stiftung in Lobbach aktiv. Die Handbiker versuchen, Menschen zu sportlichen Aktivitäten zu motivieren, die dort vorwiegend wegen Querschnittslähmungen in der Reha sind. Zwei einwöchige Kurse im Juli stehen wieder bevor. Vielleicht mit jemand, der 1.000 Kilometer am Stück gefahren ist, im Guinness-Buch der Rekorde seinen Platz findet und nach dem Motto lebt: „Alles ist möglich, man muss es nur tun.“

Mehr zum Projekt auf http://1000kmimhandbike.jimdo.com/

 

Das Projekt

Nach vielen erfolgreichen Teilnahmen an internationalen Handbikerennen sowie UCI Weltmeisterschaften und Paralympischen Spielen ( siehe Portrait)  habe ich meinen Focus nun im Extremradsport gelegt und will die 1 000 Kilometermarke mit dem Handbike knacken. Nonstop von Hamburg nach München ergibt 1 006 Kilometer und somit Weltrekord.

Mit diesen Vorhaben will ich den Parasport mehr in die Öffentlichkeit bringen um einer großen Plattform zu zeigen, dass es hier um Spitzensport bzw. um große Leistungen geht. Auch möchte ich darstellen, dass man in jeder Lebenssituation etwas aus seinem Leben machen kann, wenn man an sich glaubt. Vielleicht ist es mir möglich, mit diesen Vorhaben andere dazu zu inspirieren an sich zu glauben und einen positiven Weg im Leben zu gehen. Die Tour führt fast durch ganz Deutschland, auf öffentlichen Straßen und kann daher auch medienwirksam gut vermarket werden.

 

 

Sie finden uns auch bei Facebook unter:        "Die Tour    1000 km im Handbike"

Informationen über das Otto Bock Handbiketeam unter:   www.ottobockteam.de

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